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Bei der Friedhofs-erweiterung am Mitterweg stieß der Bagger auf ein
frühmittelalterliches Grab, welches sich als Teil eines
Separatfriedhofs herausstellte, auf dem im 7.Jhd. adelige
Bajuwaren bestattet worden waren.
Bei den folgenden Ausgrabungen des
Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege wurden elf Gräber
entdeckt, in denen die Gebeine von neun hochgestellten Männern und
einer Frau sowie von vier Kleinkindern lagen.
Außerdem kam das Steinfundament einer frühchristlichen
Adelskirche, ebenfalls aus dem 7. Jahrhundert , von 10 m Länge und
6,5 m Breite ans Tageslicht. Es stellte sich beim Abräumen der
Steine heraus, dass an derselben Stelle bereits um das Jahr 625 n.
Christi eine Pfostenkirche aus Holz mit demselben Grundriss
errichtet worden war. Die Gemeinde ließ die Steinkirche auf
demselben Grund rekonstruieren und im Inneren ein kleines Museum
errichten, das dem Besucher mittels Schautafeln Auskunft über die
Eigenkirche und den Separatfriedhof des Herrschinger Uradels gibt.
Zwei Vitrinen zeigen ein Modell der Holzkirche und den in Grab 9
gefundenen Waffensatz in Nachbildung, bestehend aus Langschwert,
Kurzschwert, Lanzenspitze und Schildbuckel. Außerdem sind die
hervorragenden Kopien der 21teiligen Gürtelgarnitur aus einer
langobardischen Werkstatt zu sehen.

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